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Keine Zinssenkungen der Fed 2026: Darum widerspricht JP Morgan den Märkten
Zusammenfassung:Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank.Hu Yousong/Xinhua via Getty ImagesJP Morgan rechnet 202
JP Morgan rechnet 2026 trotz starken US-Wachstums mit keinen Zinssenkungen.
Die Bank verweist auf robustes Job- und BIP-Wachstum sowie eine Kerninflation von über drei Prozent als Gegenargumente für Zinssenkungen.
Die Märkte erwarten für 2026 weiterhin zwei Zinssenkungen.
Anleger rechnen bislang damit, dass die US-Notenbank im Jahr 2026 zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte vornehmen wird. JP Morgan sagt jetzt aber: Daraus wird nichts.
In einer Kundenmitteilung vom 9. Januar erklärt die Bank, dass sich das Job- und BIP-Wachstum in den USA 2026 weiter beschleunigen dürfte. Gleichzeitig erwartet JP Morgan eine Kerninflation (Core CPI) von über drei Prozent – ein Umfeld, das es der Notenbank schwer mache, weitere Zinssenkungen zu rechtfertigen.
„Vor dem Hintergrund der erwarteten wirtschaftlichen Entwicklung halten wir es für unwahrscheinlich, dass selbst ein neuer Fed-Chef mit eher lockerer Zinshaltung das FOMC zu Zinssenkungen bewegen kann, schreibt Michael Feroli, Chefökonom für die USA bei JP Morgan.
Erste Zinserhöhung erst wieder 2027
„Wir gehen nun davon aus, dass die Fed die Zinsen das gesamte Jahr 2026 über unverändert lässt und der nächste Schritt eine Zinserhöhung im Laufe des Jahres 2027 sein wird, schreibt Feroli weiter. Die Anhebung um 25 Basispunkte erwartet er im dritten Quartal des kommenden Jahres.
Laut dem CME-FedWatch-Tool preisen die Märkte derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 32 Prozent für zwei Zinssenkungen im Jahr 2026 ein. Die Chance für eine einzelne Senkung liege bei 25 Prozent, für drei Senkungen bei 22 Prozent. Für den Fall, dass die Fed die Zinsen bis zum Jahresende unverändert lässt, sehen Anleger eine Wahrscheinlichkeit von acht Prozent.
Präsident Donald Trump wird in den kommenden Monaten einen neuen Vorsitzenden der US-Notenbank ernennen. Die vierjährige Amtszeit beginnt dann im Mai. Trump übt seit Langem Druck auf die Fed aus, die Zinsen schneller zu senken, und argumentiert, der kurzfristige Leitzins der Notenbank sollte bei etwa einen Prozent liegen. Aktuell befindet sich der Leitzins der Fed in einer Spanne von 3,5 bis 3,75 Prozent.
Trump übt Druck auf die Fed aus
Am Wochenende eskalierte der Konflikt zwischen dem Präsidenten und der Notenbank deutlich. In einem am Sonntag veröffentlichten Video erklärt Fed-Chef Jerome Powell, dass die Notenbank vom US-Justizministerium vorgeladen worden sei. Hintergrund ist Powells Aussage im vergangenen Jahr zu den Renovierungsarbeiten an den Fed-Gebäuden. Trump hatte zuvor versucht, die Kosten der Renovierung als Vorwand zu nutzen, um Powell zu entlassen.
„Niemand – ganz sicher nicht der Vorsitzende der Federal Reserve – steht über dem Gesetz“, sagt Powell. „Diese beispiellose Maßnahme muss jedoch im größeren Kontext der Drohungen und des anhaltenden Drucks seitens der Regierung gesehen werden.”
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