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Deutsche Unternehmen steigern Gehälter: 77 Prozent der Betriebe planen dieses Jahr mit Lohnerhöhungen
Zusammenfassung:Deutsche Personaler finden immer mehr Bewerber auf offene Stellen, zeigt die aktuelle HR-Befragung d
Deutsche Personaler finden immer mehr Bewerber auf offene Stellen, zeigt die aktuelle HR-Befragung des Job-Dienstleisters Randstad und des Ifo-Instituts.
Der Bewerbermangel in Deutschland fällt auf 28 Prozent, zeigt eine Erhebung des Personaldienstleisters Randstad. 2023 hatte noch über die Hälfte der Unternehmen zu wenige Kandidaten auf ihre Stellen beklagt.
Besonders entspannt ist die Lage demnach in der Gastronomie und im Baugewerbe. Bewerber fehlen vor allem noch in Bereichen wie Technologie, Handwerk und Vertrieb.
Wo Talente knapp sind, zahlen Unternehmen deutlich mehr: Neueinsteiger erhalten im Schnitt 7,6 Prozent mehr Gehalt als Bestandsmitarbeiter. Insgesamt planen 77 Prozent der Betriebe für 2026 steigende Löhne.
Für deutsche Personaler hat sich das Recruiting 2025 entspannt. Nur noch 28 Prozent der Unternehmen melden einen Bewerbermangel. Im Vorjahr klagten 37 Prozent über zu wenige Kandidaten, 2023 sogar knapp mehr als die Hälfte.
Das zeigt eine HR-Befragung des Jobdienstleisters Randstad gemeinsam mit dem Ifo-Institut. Beide erheben vierteljährlich Daten zum Arbeitsmarkt bei 500 bis 1000 Personalverantwortlichen in deutschen Unternehmen.
Laut dem Report für das vierte Quartal 2025 hat sich die Bewerberlage deutlich verbessert. Ein Drittel der Personaler berichtet sogar von keinerlei Engpässen im Recruiting.
Fachkräfte bleiben gefragt
Allerdings unterscheidet sich die Lage stark nach Unternehmensgröße. „Die Entspannung beim Bewerbermangel täuscht leicht darüber hinweg, dass es in vielen Bereichen nach wie vor eng bleibt, sagt Susanne Wißfeld, Geschäftsführerin von Randstad Deutschland. So melden deutlich mehr Kleinbetriebe einen Bewerbermangel (36 Prozent) als große Unternehmen (zehn Prozent).
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Auch zwischen den Branchen klaffen die Personallücken weit auseinander. Besonders viele Bewerber wünschen sich Recruiter in der Technologie (elf Prozent) sowie im Handwerk, in Logistik und Vertrieb (jeweils neun Prozent). Entspannter ist die Lage in der Gastronomie (vier Prozent) und im Architektur- und Baugewerbe (zwei Prozent), schreiben die Studienautoren.
Die Löhne steigen – aber nur leicht
Rund ein Viertel der deutschen Unternehmen verfügt 2026 über zusätzlichen finanziellen Spielraum für Neueinstellungen. „Unternehmen stellen selektiver ein – und greifen dort, wo es nötig ist, tiefer in die Tasche, sagt Wißfeld. Im Durchschnitt liegen die Gehälter neuer Mitarbeiter 7,6 Prozent über denen der Bestandsbelegschaft, nach 7,1 Prozent im Vorjahr.
Besonders deutlich zeigt sich das im Mittelstand. Unternehmen mit 250 bis 499 Beschäftigten kalkulieren für Neueinsteiger mit einem Gehaltsaufschlag von 10,2 Prozent. Insgesamt planen 77 Prozent der befragten Betriebe für 2026 steigende Löhne. Die durchschnittliche Erhöhung liegt bei 3,8 Prozent und fällt damit moderater aus als im Vorjahr (4,2 Prozent). Bei einer erwarteten Inflation von rund zwei Prozent sei das „keine kräftige Lohnbewegung, so Wißfeld.
Stabile Stellenlage für Berufsstarter
Für Berufsanfänger rechnet die Mehrheit der Unternehmen in den kommenden drei Jahren mit stabilen Einstiegschancen. 65 Prozent erwarten eine gleichbleibende Zahl an Stellen. 16 Prozent gehen von einem Zuwachs aus, 19 Prozent von einem Rückgang.
Auch hier zeigen sich deutliche Branchenunterschiede. In der Industrie dominiert Zurückhaltung: 23 Prozent planen weniger Einstiegsstellen, nur 13 Prozent mehr. Im Handel hält sich die Waage. 18 Prozent rechnen mit Zuwächsen, 20 Prozent mit Rückgängen. Am optimistischsten ist der Dienstleistungssektor. Dort erwarten 18 Prozent der Unternehmen mehr Einstiegspositionen, nur 15 Prozent weniger.
Ob Unternehmen eher Berufseinsteiger oder erfahrene Fachkräfte einstellen, hängt für 81 Prozent der Befragten nicht von der aktuellen Wirtschaftslage ab. Allerdings dürfte künstliche Intelligenz in den kommenden drei Jahren viele Aufgaben von Berufseinsteigern automatisieren. 40 Prozent der Unternehmen wollen diese Tätigkeiten an KI-Programme übergeben, besonders in Großunternehmen.
Der akute Bewerbermangel lässt also weitgehend nach. Doch Fachkräfte bleiben knapp, vor allem in kleinen Betrieben und einzelnen Branchen. Berufseinsteiger haben gute Chancen, doch der Wettbewerb wird härter – nicht zuletzt durch den zunehmenden Einsatz von KI.
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